Meine Anfänge in der Musik

Als ich mit 13 Jahren in der weiterführenden Schule war (SMP) habe ich das erste Mal meine Liebe für Musik und die Gitarre entdeckt und wollte unbedingt schnell eine immer bessere Musikerin werden.

Es ist fast so, als ob alles von Gott gut geplant und vorbereitet war:

Als mein Vater von einer Dienstreise aus einer anderen Stadt zurückkam brachte er zwei Gitarren mit – eine für meinen älteren Bruder und eine für mich. Damals war ich einerseits glücklich aber auch verwirrt, denn mein Vater hatte uns nie eine Gitarre versprochen und ich konnte auch nicht Gitarre spielen.

Mein Vater sagte, er würde uns das Gitarre spielen beibringen. Er konnte nur einen Akkord, den G-Akkord, also spielten wir alle Lieder in G… Damals war ich davon aber begeistert, wie gut mein Vater Gitarre spielen konnte =) und davon, wie man mit einem Akkord eine so tolle Harmonie erzeugen kann. Dann kam ein Verwandter meines Vaters aus seiner Heimatstadt für ein paar Wochen zu Besuch zu uns. Er war seit Geburt blind, hat aber von Gott ein außergewöhnliches Talent bekommen – er hatte eine sehr schöne Stimme und konnte sehr gut Gitarre spielen. Von ihm lernten wir viele Akkorde und Lieder, die mein Vater in ein Buch schrieb (damals hatten wir ja noch kein Internet, um Lieder und Akkorde nachzuschauen).

Jeden Tag, wenn ich von der Schule nach Hause kam übte ich dann ein oder zwei Akkorde, bis meine Finger vom vielen Spielen wehtaten. Im letzten Semester der weiterführenden Schule (SMP – danach kommt noch eine weiterführende Schule, die SMA) konnte ich dann schon meine Freunde beim Singen begleiten, als die Zeugnisse in einer Veranstaltung übergeben wurden.

Meine jüngere Schwester hatte Freunde, die gut singen konnten, die lud ich ein um miteinander zu musizieren. Wir übten als Vocal Group, um im Gottesdienst zu singen, was uns allen sehr viel Spaß machte.

So begann die Musik in meinen Adern zu fließen und ich wollte immer weiter lernen und besser werden.

Eine lustige Geschichte möchte ich noch erzählen: es gab eine Vocal Group, die relativ bekannt war, sie sangen immer wieder im Gottesdienst. Einmal konnte ihr Gitarrist nicht dabei sein – ich glaube es war im Dezember. Einer von ihnen kam zu uns nach Hause um zu fragen, ob ich die Gruppe am Sonntag auf der Gitarre begleiten könnte. Ich sagte natürlich sofort zu und wir verabredeten uns am Abend zur Probe.
Bei der Probe sagten sie dann, das Lied sei zu hoch und man müsste die Akkorde ändern, sie sagten, beim Reffrain würde Ihnen der Hals wehtun so hoch war die Melodie. Ich sagte, ich kann keine anderen Akkorde spielen – nur G, C und D… wir konnten also die Akkorde auch nicht ändern. Ich habe dann vorgeschlagen, dass sie doch den Reffrain eine Oktave tiefer singen sollten – oh oh… Ich habe mir schon gedacht, dass sie sicher verärgert sind aber entgegen meiner Erwartungen haben sie meinen Vorschlag angenommen und so haben wir es dann im Gottesdienst gemacht. Vers mit hohen Tönen und Reffrain unten… oh das muss seltsam geklungen haben, ich muss selbst lachen wenn ich daran denke… =)

Einige der Freunde meines Vaters waren auch gute Musiker, und wenn sie bei uns zu Hause waren rief mein Vater mich immer dazu, um mit ihnen zu musizieren.

Als ich dann 14 Jahre alt war (2te Klasse SMP) machte ich das erste Mal bei einem Gesangswettbewerb in Waikabubak mit (Solo Pop Singer), einem Wettbewerb zwischen Schulen in West-Sumba.

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